Festkreise

Anders als das Kalenderjahr beginnt das Kirchenjahr nach katholischer Tradition mit der Vesper (liturgisches Abendgebet) am Vorabend zum 1. Adventssonntag und endet mit dem Christkönigsfest. Das Kirchenjahr besteht aus wiederkehrenden Festzeiten. Diese erinnern an Gottes Werke, an das Leben und Wirken Jesu Christi und an Menschen, die für Jesus wichtig waren oder seinen Worten folgten, zum Beispiel Maria, Johannes oder Petrus. Der Rhythmus des Kirchenjahrs begleitet Christen in ihrem Alltag. 
Die bewusste Vorbereitung und Feier der kirchlichen Feste kann sie in ihrem Glauben bestärken. 
Jedem Fest im Kirchenjahr ist eine der vier Farben Weiss, Violett, Rot oder Grün zugeordnet. So wird deutlich, welche Stimmung mit dieser Zeit verbunden ist und welche Bedeutung die entsprechenden Rituale im Gottesdienst haben. Der Priester trägt ein Gewand oder eine Stola in der entsprechenden Farbe.


Weihnachtsfestkreis

Advent, St. Nikolaus,  Maria unbefleckte Empfängnis, Heiligabend, Weihnachten, Epiphanie (Dreikönigstag)

Osterfestkreis

Aschermittwoch, Palmsonntag, Hoher Donnerstag, Karfreitag, Osternacht, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten

Zeit im Jahreskreis

Fronleichnam, Maria Aufnahme in den Himmel, Allerheiligen, Allerseelen, Christkönig


Weihnachtsfestkreis 

Adventszeit                                                                                              Weihnachtszeit

Advent


Mit dem Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Es ist der symbolische Auftakt von etwas Neuem. Vier Wochen Umkehr, Besinnung und Vorbereitung auf die Geburt von Jesus Christus.  Die Adventszeit hat einen doppelten Charakter; einerseits die Vorbereitung auf die weihnachtlichen Hochfeste, andererseits lenkt die Adventszeit zugleich durch dieses Gedenken die Herzen hin zur Erwartung der zweiten Ankunft Christi. Es ist eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.

Heiliger St. Nikolaus


Der Samichlaus und seine Schmutzli erinnern mit ihrem Besuch an den Heiligen St. Nikolaus. Dieses Brauchtum wird in Dottikon seit Jahrzenten von der JuBla zelebriert.  Für die Gemeinde Dottikon ist das pflegen dieser Tradition besonders wichtig, da es  ein Zeichen der Dorfverbundenheit setzt und eine vorweihnachtliche Stimmung in viele Familien bringt.


Maria, unbefleckte Empfängnis 8. Dezember 

Am 8. Dezember feiert die römisch-katholische Kirche das Fest «Maria Empfängnis». Es erinnert an die Zeugung Marias durch ihre Eltern Anna und Joachim. 

Rorate
11. Dezember 2020
6.30 Uhr

Kerzen beleuchten den Weg auf Weihnachten hin.  In diesem Sinne feiern wir im Dezember  früh am Morgen eine Rorate-Messe: Ein Rorate-Gottesdienst in der Adventszeit zu besuchen, ist etwas sehr Sinnliches und Spirituelles.  

Heiliger Abend
24.  Dezember


Heilig Abend ist die traditionelle deutsche Bezeichnung für den Vorabend von Weihnachten.  Der besondere Charakter der Weihnachtszeit bildet die Gedächtnisfeier der  Geburt des Herrn und seines offenbarenden Erscheinens.

Weihnachten / Hochfest der Geburt des Herrn
25. Dezember

An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu Christi. 
Weihnachten ist mit Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste des Kirchenjahres.

Weihnachtszeit                                                                                      Die Zeit im Jahreskreis

Neujahr / Hochfest der Grossmutter Maria
1. Januar


Das Hochfest der Gottesmutter Maria ist die liturgische Feier der Mutter Jesu,  welches am 1. Januar gefeiert wird.

Epiphanie
Erscheinung des Herrn
6. Januar


Im Volksmund kennt man die Erscheinung des Herrn auch unter dem Namen "Dreikönigsfest".  Es ist Tradition dass in vielen Pfarreien das Sternsingen stattfindet. Diese Tradition wird in Dottikon nicht gepflegt.

Taufe des Herrn



Nach dem Epiphanie-Fest feiert die Kirche das Fest "Taufe des Herrn". Dieser Festtag bildet den Abschluss des Weihnachtsfestkreises und eröffnet die "Zeit im Jahreskreis"
Taufe des Herrn Johannes der Täufer ist der Kirchenpatron unserer Pfarrei. Am Festtag Taufe des Herrn wird in unserer Gemeinde in einem Festgottesdienst das Patrozinium gefeiert.



Gebetswoche für die Einheit der Christen


«Sie waren uns gegenüber – 

ungewöhnlich freundlich!

In den Gottesdiensten soll für die Wiedervereinigung der Christen gebetet werden. Es hat eine lange Tradition, dass die reformierte Gemeinde Ammerswil und die katholische Pfarrei Hägglingen in der «Gebetswoche für die Einheit der Christen» den Sonntagsgottesdienst zusammen feiern.
Alle sind herzlich eingeladen, am
Mittwoch, 22. Januar 2020 um 19.30 Uhr im
Ökumene Raum in Dottikon
(Altersheim) 
dabei zu sein! 

Darstellung des Herrn
Lichtmess


In diesem Gottesdienst werden die mitgebrachten Kerzen und Brote gesegnet und der Blasiussegen erteilt. Ebenfalls gesegnet werden die Agathabrötli, die anschliessend jedem Gottesdienstbesucher abgegeben werden.

Der Blasiussegen wurde nach dem Bischof Blasius von Sebaste benannt, der um das Jahr 316 unter dem römischen Kaiser Linicius das Martyrium erlitt. 
Etwa seit dem 16. Jahrhundert wird in der Kirche dieser Segen erteilt. Der Blasiussegen soll vor allem gegen Halskrankheiten schützen. Aber ebenso soll er gegen Zahnschmerzen, Blähungen und Pest helfen. Blasius ist der Schutzpatron der Ärzte, Bäcker, Hutmacher, Wachszieher, Weber, Wollhändler und Musikanten.

Osterfestkreis

Fastenzeit - Österliche Busszeit

Fastenopfer Aktion2020
Gemeinsam für eine Landwirtschaft, die unsere Zukunft sichert.  
  

Auch dieses Jahr möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen für das Fastenopfer und 

Brot für alle engagieren. In der kirchlichen Tradition ist Fasten als Vorbereitung auf Ostern verankert. Mit einem freiwilligen Verzicht entlasten und durchbrechen wir unseren Alltag und spüren am eigenen Leibe neue spirituelle und körperliche Erfahrungen und setzen somit auch ein Zeichen in die Welt. 

 Die Ökumenische Kampagne 2020 dreht sich um das Thema Saatgut.

 Jeden Frühling dürfen wir von Neuem miterleben, wie die Natur erwacht. Auf den Feldern und in den Gärten spriesst die Saat. Getreide, Gemüse und Beeren wachsen heran. Saatgut ist die Grundlage für unsere Ernährung und gilt in vielen Kulturen als heilig. Auch in der Bibel finden sich rund um das Säen, Wachsen und Ernten viele Geschichten und Gleichnisse, die eng verbunden mit unseren Glaubensvorstellungen und Ritualen sind.

 Für eine erfolgreiche Landwirtschaft in Afrika, Lateinamerika und Asien braucht es regional angepasstes Saatgut. Doch dieses lokale Saatgut wird durch neue Sortenschutzgesetze und die Interessen von multinationalen Agrarkonzernen bedroht.

Ein Wandel ist dringend nötig, sonst beraubt sich die Menschheit ihrer Lebensgrundlage. Wir alle können dazu beitragen und dieses Projekt mit einer Spende unterstützen.





Die Quadragesima
Fastenzeit - Österliche Busszeit


Die Quadragesima dient der Vorbereitung auf die Feier der Auferstehung Christi. Diese Zeit dauert vom Aschermittwoch bis zum Hohen Donnerstag. 





Suppentag


Wir unterstützen Menschen, die in Armut leben. Diese zeigt sich auf verschiedenen Ebenen und muss deshalb ebenso angegangen werden. Nur so können sich die Armutsbetroffenen gegen ungerechte Strukturen wehren und am politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen.

Der Suppen-Zmittag ist in unserer Pfarrei ein bedeutungsvoller Treffpunkt in der Fastenzeit. Der ökumenische Gottesdienst im Schulhaus Risi und anschliessend das gemeinsame Essen eröffnet jeweils gleichzeitig unsere Sammlung im Namen der beiden Hilfswerke Fastenopfer und Brot für alle

Palmsonntag


Der Palmsonntag  ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche.  Die Kirchenpflege organisiert in Zusammenarbeit mit der JuBla  am Samstag vor Palmsonntag auf dem Schulhausplatz Hübel in Dottikon das traditionelle Palmbinden. Wir freuen uns sehr über viele Kinder, die mit Ihren Familien ihren Palmbaum binden und dekorieren. 

Gründonnerstag - Die Feier des letzten Abendmahls
"Die Glocken fliegen nach Rom"

In der Zeit vor Ostern wird die Liturgie zurückgefahren. Dies gilt besonders für die Tage von Gründonnerstag bis Osternacht. Am Abend des Gründonnerstags wird an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern erinnert. Deshalb hat der Gründonnerstag einen hohen Stellenwert in der Liturgie und er ist ein fester Bestandteil in der Karwoche. Dieses Jahr dürfen wir in der wichtigsten Woche des Kirchenjahres wegen des Corona-Virus keine Gottesdienste feiern, aber dennoch bemühen wir uns, mit den Hilfsmitteln die uns zur Verfügung stehen, ein Zeichen zu setzen. So werden auch dieses Jahr am Abend vom Hohen Donnerstag unsere Kirchenglocken verstummen. Der Volksmund sagt: «Die Glocken fliegen nach Rom, und kehren erst beim Gloria in der Osternacht wieder zurück, wenn die Auferstehung gefeiert wird“. 

Karfreitag


Der Freitag vor Ostern ist Karfreitag. Es ist der Gedächtnistag der Kreuzigung von Jesus Christus. An diesem Tag fanden in Jerusalem die Hinrichtung und die Beerdigung von Jesus statt. Der Karfreitag ist der Trauerfreitag der kath. Kirche. Er steht im Zeichen des Leidens Jesu Christi. Aus diesem Grund ist der Altarraum leergeräumt, die Orgel schweigt. Ab Karfreitag werden lediglich 7 weisse Lilien - symbolisch für «die 7 letzten Worte» von Jesus Christus - bei uns im Altarraum stehen. Wir laden Sie ein, beim Kreuz zu verweilen, und es still zu betrachten. 




Osternacht - Nacht der Nächte -
Die Glocken kehren zurück

Die Osternacht ist die Nacht des Wachens und des Betens. Es ist die Nacht der Auferstehung von Jesus Christus von den Toten.
Wir freuen uns, wenn in der Osternacht zum Gloria um 21.30 Uhr unsere Glocken erklingen und es nach der Fastenzeit wieder bunter und fröhlicher wird in unserer Kirche. 


Ostern


Jesus Christus ist auferstanden! Er hat den Tod für uns alle überwunden! Jedes Jahr an Ostern und auch an jedem Sonntag feiern wir die Auferstehung Jesu Christi. Das ist der Kern unseres Glaubens. Die "Zeit der Fünfzig Tage" vom Sonntag der Auferstehung bis Pfingstsonntag wird als "der grosse Tag des Herrn" gefeiert.

Christi Himmelfahrt


Vierzig Tage nach Ostern, - am Donnerstag nach dem 5. Sonntag nach Ostern - feiern wir Christi Himmelfahrt. 
Die ref. Kirchgemeinde Ammerswil und die kath. Kirchgemeinden Hägglingen und Dottikon feiern einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel.

Pfingsten


 Am fünfzigsten Tag nach dem Osterfest, beziehungsweise zehn Tage nach Christi Himmelfahrt,  feiern wir das Hochfest des Heiligen Geistes - Pfingsten. Es ist die Herabkunft des Heiligen Geistes auf alle, die im Abendmahlsaal versammelt waren. Gleichzeitig schliesst Pfingsten den Osterfestkreis ab. Pfingsten erinnert auch an das Geburtsfest der Kirche.

  Zeit im Jahreskreis

Fronleichnam; Hochfest des Leibes und Blutes

Fronleichnam - wird am Donnerstag gefeiert, weil dieses Fest in enger Verbindung zu Gründonnerstag steht. Da die Karwoche einen stillen Charakter hat, erlaubt der Gründonnerstag keine prunkvolle Festlichkeit.
Deshalb wurde das Fest Fronleichnam bei seiner Einführung auf den ersten Donnerstag nach der Oktav von Pfingsten gelegt.  An Fronleichnam feiern wir in Dottikon auf dem Schulhausplatz Hübel eine Eucharistiefeier in deutscher und italienischer Sprache , die  von den Erstkommunikanten mitgestaltet wird. Anschliessend findet die Prozession statt. Eine Bläsergruppe der Musikgesellschaft Dottikon wird die Feier jeweils musikalisch umrahmen.

 

Patrozinium Johannes der Täufer / Eine Lichtgestalt
24. Juni
Ein Patron ist ein Heiliger, zu dem eine Kirchengemeinde eine besondere Beziehung hat. Das Patronat ist eigentlich keine kirchliche Erfindung, sondern weltlichen Ursprungs. Im Altertum galten Patrone als Schutzherrn oder auch einflussreiche und fürsorgliche Männer. Im 4. Jahrhundert übertrug man dieses Verständnis auf die Märtyrer, und später auf alle Heiligen. 

Wenn eine Gemeinde heute ihr Patrozinium feiert, dann muss dies vor allem heißen, dass man von Neuem maß nehmen will an der Botschaft Jesu Christi und an der Person des jeweiligen Patrons, der in der Nachfolge Jesu stand. 

Der Johannistag wird ganz bewusst genau sechs Monate vor Heiligabend gefeiert, weil die Lebensgeschichte Jesu und die von Johannes dem Täufer bereits im Lukasevangelium ganz eng miteinander verwoben sind. Johannes der Täufer ist Schutzpatron der Lämmer, Schafe und Haustiere. Außerdem ist er der Schutzpatron der Insel Malta sowie des Karmeliter- und des Johanniterordens. 

Das Kirchweihfest, in schweizerhochdeutsch auch Kilbi oder Chilbi genannt, war früher auch der Chilbitag in der Gemeinde. 



Maria Himmelfahrt
15. August


Eines der ältesten Marienfeste der Kirche ist das Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel (Maria Himmelfahrt), das in der katholischen Kirche am 15. August gefeiert wird. 

Erntedank


In Freude über eine gute Ernte erinnert das Fest daran, Gott für die Gaben zu danken.  Eine bunte Vielfalt an heimischen Gemüsen und Früchten werden dekorativ in der Kirche bereitgelegt.  Die Landfrauen von Dottikon bemühen sich sehr und bringen ihre Gaben zur Segnung in die Kirche. In grosser Freude über eine gute Ernte soll nicht vergessen werden, Gott für die Schöpfung zu danken. Auch bei uns in Dottikon gehört das Erntedankfest zu einer festen Tradition.




Allerheiligen / Allerseelen
1. November / 2. November

Zum Fest Allerheiligen feiern wir einen Gottesdienst mit Totengedenkfeier. Der Kirchenchor wird den Gottesdienst musikalisch mit passenden Gesängen mitgestalten. Anschliessend spielt die Musikgesellschaft auf dem Friedhof.
Für die Menschen, die in Dottikon verstorben,  oder in Dottikon begraben sind, zünden wir Kerzen an. Die Angehörigen können nach dem Gottesdienst eine Heimosterkerze aufs Grab ihrer Verstorbenen stellen.